Masters-WM Schwimmen in Budapest vom 14.08.-20.08.2017

Nachdem die Masters-EM im Jahre 2016 in London eine Vollkatastrophe waren, trauten sich dennoch fünf Masterschwimmer zur WM nach Budapest. Was für ein Erlebnis war diese WM! Es wurde im Hajos-Pool (2 Außenbecken) und in der neuen WM-Halle (2 Becken) geschwommen. Überall gab es mehrere Warm-up Pools, die immer benutzt werden konnten. In allen Pools gab es vollständige Kampfgerichte, Calling-Rooms, Bildschirme, Ergebnislisten und unzählige Helfer. Allein für die 50iger brauchte man 30 Kistenträger pro Becken! Die Siegerehrungen wurden professionell auf Bühnen durchgeführt, alles wie bei der “richtigen“ WM. Das ungarische Fernsehen berichtete jeden Tag live und als Zusammenfassung (30 Minuten)! Was für eine Wertschätzung gegenüber den Masters!

Doch nun zu unseren Masters. Ziel war für uns alle: Pflichtzeit schaffen, möglichst schneller als Meldezeit schwimmen, und nicht letzter werden.

 

Friedemann Kirschstein (AK 50) wollte dreimal starten, doch es wurde ein kurioser Wettkampf: einmal leider den Start verpasst, einmal zu risikoreich gemeldet, aber die 50 Freistil in 0:31,19 erfolgreich absolviert. Das bedeutete Platz 131 von 202 Startern. Für die Goldmedaille musste man in dieser AK (50-54) 0:25,36 schwimmen.

Eike Fanenbruch (AK 60) war sehr zufrieden mit ihren Zeiten über 50 und 100 Freistil und das Ziel (siehe oben) wurde erreicht. Ihre Schwester Frauke Hanisch (AK 55) startete auch über 50 und 100 Freistil und freute sich über 0:39,94 und 1:29,55 (die Siegerinnen schwammen 0:29,32 und 1:04,48). Bei strömenden Regen schwamm Frauke auch noch die 50 Rücken in 0:47,82, das bedeutete den 32. Platz bei über 50 Starterinnen.

 

Kerstin Claas (AK 50) schwimmt erst wieder seit letztem Jahr und erreichte über 50 Rücken und Brust die selbst gesteckten Ziele, die 50 Schmetterling liefen im Einzelrennen nicht so gut.

Die letzte im Bunde war Patricia Kutz (AK 55), die noch das Ziel hatte, Saisonbestleistungen zu schwimmen. Das gelang ihr über 50 und 100 Brust; über 200 Brust verfehlte sie das Ziel um 2 Hundertstel. Ihre Zeiten: 0:43,71 (17.), 1:38,06 (22.) und 3:32,68 (14.). Das bedeuteten auch die besten Platzierungen für die SG Lübeck.

Höhepunkt für die Frauen war die 4*50 Lagenstaffel in der AK 200-239. Endlich im WM-Pool schwimmen! Was für eine tolle Atmosphäre! Auch hier war das Ziel nicht letzter werden! Eike, Frauke und Kerstin schwammen schneller als in ihren Einzelrennen, Patty schwamm persönliche Saisonbestleistung und so konnten die Frauen den 26. Platz von 30 gemeldeten Staffeln belegen. Sie freuten sich darüber wie Weltmeister!